Warum ist der Preisalgorithmus entscheidend für erfolgreichen Content – Verkauf?

Der Wert von Inhalten hängt davon ab, wer ihn veröffentlicht – und wann und wo, und für wen. Denn eine große Zeitung kann im Umfeld seiner Artikel möglicherweise teure Werbung platzieren und viel Geld verdienen. Andere Medien oder digitale Plattformen können beispielsweise Geld mit Abonnements verdienen. Aber Zeitungen, Zeitschriften und Onlinemedien haben eine ganz unterschiedliche Anzahl von Lesern und Abos. Selbst die Struktur der Einkünfte ist völlig unterschiedlich. Da ist es nicht sinnvoll, dass ein Text, ein Bild oder ein Video für jeden das gleiche kostet. In vielen Fällen wird der Einkauf von Content eine reine Preisfrage sein – für den einen ist es zu teuer und für den anderen könnte es sogar zu günstig sein, wenn man einen einheitlichen Preis verlangt. Genau das tun aber Content-Syndication-Abteillungen großer Verlage weltweit – ja sogar Agenturen und Online-Plattformen für Fotos, Grafiken, Video und Ton verlangen immer den gleichen Preis. Nachrichtenagenturen bieten zwar je nach Größe des Abnehmers leicht unterschiedliche Preise – aber die Struktur ist dennoch sehr starr.
Besonders ineffizient wird die Preisgestaltung beim Verkauf von Lizenzinhalten, weil Inhalte nicht nach ihrer Aktualität oder Attraktivität bewertet werden.

Ein Text über die erste Mount Everest – Besteigung, ein Bericht über einen bestimmten Vulkan oder die einzige ‘Home Story’ über einen VW-Vorstand hat normalerweise nur einen geringen Wert, weil Sie alt sind. Das ändert sich schlagartig, wenn der Text plötzlich durch neue Entwicklungen plötzlich hochaktuell ist. Das Prinzip müßte funktionieren wie Airbnb, wo sich der Preis ständig an der Nachfrage, der Attraktivität und vielen anderen Faktoren orientiert. Damit ändern sich Preise für die angebotenen Wohnungen ständig nach äußeren Faktoren.

In der gesamten Content-Branche gibt es derzeit noch keinen Mechanismus, der den aktuellen Trend bei Inhalten in den für den Markt jeweils perfekten Preis übersetzt – Günstig bei geringem Aktualitätsbezug und geringer Nachfrage und teuer, wenn Content entsprechend gesucht wird. Das ist nicht verwunderlich: Die meisten Verlage können sich oft schwer vorstellen, wie ‘alte’ Inhalte eigentlich überhaupt noch verkäuflich sind. Aber es gibt jede Menge Beispiele, wo genau dies der Fall: Es gibt viel Content, der professionell und gut recherchiert exakt zu bestimmten Themen produziert wurde. Kommt das Thema weltweit ‘wieder auf den Tisch’ dann kann der Inhalt, der in seiner Vollständigkeit und inhaltlichen Tiefe zum Thema einzigartig ist, sehr viel Geld wert sein.

Wirklich intelligente und einzigartige Preisgestaltung von medialen Inhalten geht aber über den ‘Trend’ hinaus: Tatsächlich müssen andere Faktoren genutzt werden, um Inhalte maximal verkäuflich gemacht werden. Eine Zeitung in Mexiko mit millionenstarker Auflage, aber geringen Personalkosten für die journalistische Eigenproduktion muss günstiger einkaufen können, als beispielsweise eine Zeitung in Liechtenstein, die eine minimale Leserzahl, aber hohe Personalkosten hat. Also muß intelligente Preisgestaltung sich am ‘Wert’ des Verkäufers und dem ‘Wert’ des Käufers orientieren. Wenn alle dies Faktoren berücksichtigt sind ist Content immer so günstig, dass sie leicht gekauft werden können (weil sie günstiger sind, als Inhalte im eigenen Haus zu produzieren) und die Preise steigen, wenn sie einen ‘seltenen’ Rohstoff darstellen, der gerade sehr gefragt ist.

Während die marktgerechte Bepreisung bei vielen anderen Waren bereits besteht gibt es weltweit keinen Algorithmus, der diese Faktoren berücksichtigt und somit die ‘Verkäuflichkeit’ eines medialen Produktes zu jeder Zeit und für jeden Käufer sicherstellt – und dafür sorgt, dass für Content jeweils der maximale Verkaufspreis erzielt wird.

Contenno hat den weltweit ersten variablen Preisalgorithmus entwickelt, der eine Reihe von Faktoren berücksichtigt und so Preise für alle Medien generieren kann – und für jeden Kunden, jedes Land, jedes Medium und jeden Thementrend. In jedem Moment wird der jeweils marktgerechte Preis ermittelt – ähnlich wie bei Gold, Kaffee oder Metallen vermittelt der Algorithmus auf ideale Weise zwischen Angebot und Nachfrage.

Die Bedeutung des Preisalgorithmus geht weit über die reine Vermarktung von journalistischen Inhalten: Für jedes Foto, Video, jeden Text und andere mediale Inhalte kann der Algorithmus jeweils den korrekten Marktwert errechnen. Und obwohl sich alle einig sind, dass guter Content beispielsweise von Zeitungen und Zeitschriften ‘besonders wertvoll’ sein kann, sehen Verlage immer weniger Möglichkeiten, ‘besonders wertvoll’ auch in ‘besonders lukrativ’ für umzuwandeln.

Contenno hat ein Werkzeug entwickelt, das die Wertschöpfung von Produzenten guter Inhalte völlig verändern kann. Auch bestehende Content-Plattformen wie beispielsweise Bilddatenbanken oder Musikdatenbanken würden durch den Algorithmus ihre Verkäufe und Roherlöse pro Verkauf steigern.

Derzeit wird der Algorithmus in Simulationen getestet. Contenno gleicht die jeweils durch das System errechneten Verkaufspreise mit durchschnittlichen Preisen für die ‘Eigenproduktion’, mit aktuellen Trendbarometern und sogar mit dem Bruttoinlandsprodukt ab. Mit dem Contenno-Algorithmus ist also ein Werkzeug für die Medienbranche entstanden, das vieles verändern kann.

Es ist spannend, zu beobachten, was der Algorithmus mit Inhalten aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Medien zu verschiedenen Zeiten des Tages macht. Manche äußeren Einwirkungen erzeugen hohe Preisschwankungen, andere halten die Preisentwicklung in engen Bahnen. Als Handelsplatz für Millionen von Texten in verschiedenen Ländern und Sprachen ist der Preisalgorithmus der Katalysator für gute Umsätze für Anbieter die ihre Inhalte über Contenno weltweit vermarkten – und für Contenno selbst, denn das Unternehmen lebt von den Provisionen aus erfolgreichen Content-Geschäften.

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